Der Klimawandel ist ein widersprüchlicher Prozess, die Alpen sind vielleicht das Gebiet Europas in dem man den Wandel am deutlichsten messen kann. Die Alpen stehen mit der Kulturgeschichte ihrer Nutzung aber auch für Denkprozesse, die unseren aus der touristischen Imagination entspringenden "Erlebnisraum Alpen" definieren. Bis zum 19 Jahrhundert waren die Alpen die "Schrecklichen Berge", oder in der Antike bekannt als "Montes Horribilis". Es dominierte die landwirtschaftliche Nutzung nach uralten Erfahrungswerten. Ästhetisch wurden die Berge als ein bizarrer, abweisender und gefährlicher Ort dargestellt, erst mit der aufkommenden Romantik, gegen Mitte des 19 Jahrhunderts, gekoppelt an die Industrialisierung in den Ebenen und Mittelgebirgen, den Städten, wurden die Alpen zu einem Raum der Projektionen romantischer Sehnsüchte, aber auch zum "Schlachtfeld" der Natureroberung, ganz deutlich sichtbar im Wort "Gipfelsturm". Wir haben hier ein beschädigtes KopfModell für eine Serie von Macro-Fotografien gebaut. Heute hat unsere Imagination, die das Futter der Tourismusindustrie ist, die Alpen in einen Raum der totalen Technisierung verwandelt. Es bleibt abzuwarten welche Folge dies in Kombination mit der Erwährmung haben wird - ein schmaler Grad.





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